Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Mit Weihnachtssternen durch den Advent

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Im Advent sind viele Wohnungen mit blühenden Weihnachtsternen (Euphorbia pulcherrima) geschmückt. Bei uns ist die Pflanze aus der Vorweihnachtszeit kaum wegzudenken. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps, wie Sie lange Freude an den Blütensternen haben. Ob in rot, rosa oder weiß, ob Minipflanze oder Hochstämmchen, für jeden Geschmack und Platzbedarf ist etwas dabei. Beherzigt man beim Kauf und der Pflege einige Tipps, dann bleiben die Pflanzen über Wochen schön.

Tipps für den Einkauf und Transport

Die Wahl fällt am besten auf vollständig und kräftig belaubte Exemplare. Hängende oder sogar eingerollte Blätter deuten darauf hin, dass man mit den Pflanzen keine lange Freude haben wird. Die Pflanzen sollten noch einen Teil geschlossener Blüten aufweisen. Die eigentlichen Blüten (Cyathien) sitzen fast unscheinbar im Inneren der bunten Hochblätter (Brakteen). Sind diese Blüten bereits zum Teil oder ganz abgefallen, so spricht man von überblühten, überständigen Pflanzen. Weihnachtssterne reagieren empfindlich auf Zugluft und Kälte. Sonderangebote, die in Supermarktketten bei kühlen Temperaturen auf dem Boden stehen oder auf Wochenmärkten im Freien verkauft werden, haben keine hohe Lebenserwartung. Aber auch lange Transportzeiten in Dunkelheit und kühler Umgebung sowie die hohe Luftfeuchtigkeit in den Folienverpackungen schaden. In Fachgeschäften ist es üblich, Weihnachtssterne rundum gut mit Papier zu verpacken, bevor der Kunde mit ihnen ins winterliche Freie tritt. Doch auch derartig geschützt sollte die Pflanze schnell in die warme Wohnung kommen.

Tipps für den Standort daheim

Zuhause möchte der Weihnachtsstern möglichst hell und warm stehen. Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius mag er am liebsten. Auch hier gilt: keine Zugluft. Deshalb ist es beim Lüften besser, die Pflanze an einen anderen Ort zu stellen. Der Wurzelballen benötigt stets leichte Feuchtigkeit. Bei zu nasser Erde sterben die Wurzeln ab und die Pflanze reagiert schnell mit Blattfall; zum Beispiel dann, wenn in Übertöpfen Wasser stehen bleibt. Bei guter Pflanzenqualität und optimaler Pflege schmückt der Weihnachtsstern weit über Weihnachten hinaus. Weihnachtssterne lassen sich erneut zum Blühen bringen: Nach einem leichten Rückschnitt und einem sonnigen Sommer verdunkelt man ab Mitte Oktober die Pflanzen etwa 13 Stunden über Nacht mit einem Karton. Rechtzeitig zu Weihnachten haben sich dann auch die grünen Hochblätter wieder gefärbt.

Was vielleicht noch interessiert……

Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, deren Milchsaft Hautreizungen hervorrufen kann. Ursprünglich kommt er in den tropischen Laubwäldern Mexikos, Mittel- und Südamerikas vor. Dort ist Euphorbia pulcherrima ein immergrüner Strauch mit verholztem Stamm und spärlicher Verzweigung, der Wuchshöhen bis zu vier Metern erreichen kann. Den Namen „Poinsettie“ erhielt die Pflanze durch Joel Roberts Poinsett, der den Weihnachtsstern von Mexiko in die USA brachte. Deshalb verschenkt man dort traditionell am 12. Dezember zu seinem Todestag Weihnachtssterne.

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