Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Gartenarbeiten nach dem Urlaub

Krokusse liefern die erste Bienennahrung.

Wer jetzt nach zwei Wochen von der Urlaubsreise zurückkommt, findet einen veränderten Garten vor. Dieser stellt sich schon langsam auf den Herbst ein. „Da gibt es nun einiges zu tun“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Vielerorts besteht weiterhin Wassermangel, so dass die Pflanzen oft schon braune Blätter aufweisen, oder diese abgeworfen haben. Durch die Grundtrockenheit beginnt die Ernte der Herbstfrüchte früher und Sommergemüse schließt langsam ab, selbst, wenn die Urlaubsvertretung den Garten gut betreut hat.

Im Gemüsegarten

Die Sommergemüse haben ihren Höhepunkt überschritten. Noch immer hängen gesunde Tomaten an den Stöcken. Doch sie reifen nicht mehr so schnell und der Geschmack lässt nach. Braune Blätter können getrost entfernt werden. Auch wenn die Zucchinipflanzen mit dem weißen Belag des Echten Mehltaus befallen sind, wachsen sie munter weiter, so dass immer noch eine kleine Ernte möglich ist. Alte befallene Blätter werden entfernt, damit die jungen länger gesund bleiben und assimilieren können. Durch die kühleren Nächte und Tagestemperaturen unter 30 Grad Celsius legen Bohnen wieder Früchte an, so dass noch eine Ernte zu erwarten ist. Den Paprikapflanzen hat die Hitze des Sommers meist gut getan, so dass sie viele Früchte tragen. Abgeerntete Beete oder das Entfernen einzelner Pflanzen hinterlässt Lücken im Gemüsegarten. Herbstsalate wie Chinakohl, Endivien und Feldsalat warten darauf einen Platz im Beet zu bekommen. Durch die Trockenheit sind auch Vögel durstig. Gerne vergreifen sie sich an jungem frischen Grün. Es ist deshalb ratsam, die Neupflanzungen mit einem Kulturschutznetz abzudecken.

Allgemein benötigen die Pflanzen nun nicht mehr so viel Wasser wie in den heißen Sommermonaten mit warmen Nächten. Als zusätzlichen Verdunstungsschutz ist immer noch das Mulchen empfehlenswert. Zusätzlich schützt die Mulchschicht vor einem plötzlichen Starkregen.

Im Obstgarten

Der Fruchtbehang vieler Baumobst-Arten ist in diesem Jahr sehr stark. Oft sind jedoch die Früchte nicht sehr groß und fallen ab. Dies ist auf die milde Witterung im Frühjahr sowie die lang anhaltende Trockenheit zurückzuführen. Fallobst entfernen Sie möglichst rasch. Manchmal sind durch den Überbehang Äste abgebrochen. Ein glatter Schnitt am Baum reduziert das Eindringen von Schadorganismen und verbessert die Wundverheilung. Spätes Obst hängt noch. Ein rechtzeitiges und stabiles Abstützen der reichbeladenen Äste verhindert das Ausbrechen. Die Ernte hat schon begonnen. Bedingt durch die sehr warmen Temperaturen und die Trockenheit wurde und wird oft zwei bis drei Wochen früher geerntet. Pfirsiche, Frühäpfel, frühe Birnen und Zwetschgen sind abgeerntet und verwertet. Spätere Sorten reifen noch am Baum. Denken Sie daran, dass die Früchte oft mehrmals durchgepflückt werden und für die Lagerung nicht vollreif geerntet werden.

Im Ziergarten

Setzen Sie Herbstschönheiten in den Mittelpunkt und reduzieren Sie die trockenen Blätter der Sommerstauden, damit noch das Grün die Oberhand hat. Manche Pflanzen sind stark mit Echtem Mehltau befallen. Auch diese können Sie abschneiden oder kranke Einjährige ganz entfernen. Eine leichte Korrektur bei Schnitthecken und Formgehölzen ist noch möglich. Das Ausputzen und Entfernen des Verblühten und der Samenstände bei Einjahresblumen wie Zinnien und Schmuckkörbchen beschert Blüten bis zum Frost.

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