Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Der Boden – unser wichtigstes Gut

Krokusse liefern die erste Bienennahrung.

Wir freuen uns, wenn es im Garten blüht und wenn wir Obst und Gemüse ernten können. Die Grundlage dafür bildet der Boden, auf dem alles wächst. Den jährlichen Weltbodentag nehmen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie zum Anlass, sich verstärkt mit der der wertvollen Ressource zu beschäftigen. Wenn ein Garten üppig grünt, blüht und fruchtet, gerät der Boden als Grundlage allen Pflanzenwachstums und damit des menschlichen Lebens aus dem Blick.

Der Boden-Schatz

Der Boden ist sehr komplex, auch wenn er nur ein dünner Teil der äußersten Erdkruste ist. Der gewachsene Boden ist kein totes Material, sondern es sind Biotope voller Leben. Ein Boden ist ein lebendiges System mit vielen verschiedenen Eigenschaften, die sich gegenseitig beeinflussen. Ständig geschehen biologische, physikalische und chemische Prozesse. Ausgangsgestein, Witterung und Bodenlebewesen haben auf den Boden ebenso Einfluss wie abgestorbene Pflanzenteile, die den Humus bilden. Nicht immer wird unser Boden pfleglich behandelt und manchmal zeigen Wachstumsstockungen Bodenprobleme auf. Dann ist eine langwierige Bodenbearbeitung und –pflege nötig, um wieder einen gesunden Bodenaufbau zu erhalten. Gute Böden filtern und speichern Wasser und Nährstoffe, sie bieten den Pflanzenwurzeln Räume zum Durchwurzeln. Sie besitzen ein reiches Bodenleben, das den Boden fruchtbar macht.

Unser Gartenboden

Der Gartenboden wandelte sich durch das gärtnerische Arbeiten der Menschen über einen langen Zeitraum zu dem geworden, was er heute ist. Der oft höhere Humusgehalt und eine reiche Durchsetzung mit Bodenlebewesen sind grundlegend für die Bodenfruchtbarkeit. Zur Pflege eines Gartenbodens und damit zum erfolgreichen Gärtnern gehören Bodenbearbeitung, aber auch (biologische) Düngung, Gießen, Mulchen und Bepflanzung zum richtigen Zeitpunkt und im angemessenen Ausmaß. All dies fördert nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern auch das Bodenleben und somit seine Ertragskraft insgesamt. Das Ziel des Freizeitgärtners sollte es sein, den Boden als wertvolle Ressource zu schützen und zu erhalten.

Der Tag des Bodens - Weltbodentag

Die Internationale Bodenkundliche Union ernannte 2002 den 5. Dezember zum Weltbodentag. Der Tag des Bodens findet jährlich statt. Dieser Aktionstag möchte die Bedeutsamkeit des Bodens, als wichtige natürliche Ressource fördern. An diesem Tag wird in Deutschland auch der „Boden des Jahres“ durch das „Kuratorium Boden des Jahres“ veröffentlicht. 2018 war es der alpine Felshumusboden und 2017 der Gartenboden. Die Bayerische Gartenakademie in Veitshöchheim hält seit 2006 am Weltbodentag fest. Mit wechselnden Themen rund um das Thema „Boden“ bietet sie einen Seminartag für Freizeitgärtner an. In diesem Jahr wird das Hauptthema die Bodenpflege sein.

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