Trauermücken – kleine Plagegeister

TrauermückenGartentipp der Bayerischen Gartenakademie
Besonders in den Wintermonaten treten sie in Erscheinung:

kleine schwarze Mückchen, die sich nahe an Zimmerpflanzen aufhalten. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie stellen Ihnen diese winzigen Tiere vor.

 

Aufgrund ihrer schwärzlichen Körperfärbung und dunklen Flügel der zwei bis vier Millimeter großen Insekten erhielten die den Namen „Trauermücken“. Sie sitzen auf den Blättern von Zimmerpflanzen oder auf der Topferde. Manche fliegen taumelnd und träge umher, landen am Fenster oder Computerbildschirm.

Lebensweise der Trauermücken

Erwachsene Trauermücken sind lästig, schädigen jedoch keine Pflanzen und stechen uns nicht. Weibliche Tiere legen 20 bis 40 Eier in feuchte und humose Erde. Durch übermäßiges Gießen in den lichtschwachen Monaten findet man häufig vernässte Wurzelballen von Zimmerpflanzen. Diese Bedingungen sind für Trauermücken-Larven optimal, denn sie ernähren sich vorwiegend von den in Dauernässe abgestorbenen feinen Wurzeln. Die würmchenförmigen Larvenstadien haben eine Länge von fünf bis sieben Millimetern und wirken transparent bis glasig. Der auffällig dunkle Darm zieht sich durch den hellen und durchscheinenden Larvenkörper mit dunkler Kopfkapsel.

Schäden an Pflanzen

Sterben Zimmerpflanzen ab, so sind Trauermücken nicht die Hauptschuldigen. Die Ursache liegt vor allem darin, dass die durch Nässe abgestorbenen Wurzeln ihre Aufgabe, die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen, nicht mehr erfüllen können. Trauermücken sind unangenehme Begleiterscheinungen.

Bei zu nasser Anzucht von Gemüse oder Zierpflanzen können Trauermücken-Larven die jungen Pflänzchen beträchtlich schädigen. Jedoch ist auch hier die große Nässe verantwortlich, die den Mückenlarven einen geeigneten Lebensraum bietet.

Abwehr und Bekämpfungsmaßnahmen

Damit die Lästlinge wieder verschwinden, müssten Sie die Erde möglichst trocken halten. Gießen Sie von unten über den Untersetzer, so bleibt die Erdoberfläche trocken. Schütten Sie überschüssiges, nicht aufgenommenes Wasser ab, dann bildet sich keine Staunässe. Vorteilhaft ist das Aufbringen einer Schicht von feinem Sand auf der Erdoberfläche. Dies erschwert die Eiablage und somit die Vermehrung.

Erwachsene Tiere lassen sich mit klebrigen Gelbstickern dezimieren. Sie fliegen bevorzugt auf helle Farben und bleiben schließlich kleben. Häufig lässt das Trauermückenproblem in den Sommermonaten nach, da die Zimmerpflanzen bessere Wachstumsbedingungen haben und das gegossene Wasser schneller verwerten können.

Bewahren Sie einen kühlen Kopf, wenn Trauermücken auftreten. Gehen Sie gezielt gegen die lästigen Plagegeister vor. Auch die Pflanzen danken für eine überlegte Vorgehensweise.

Mehr Informationen rund um den Haus- und Kleingarten finden Sie bei der Bayerischen Gartenakademie.

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