Beeren im Garten - nonstop

Ziehen Sie jetzt los und decken Sie sich im Fachhandel mit den Beerenpflanzen ein! Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie haben Ihnen einen Einkaufszettel für einen langen Beerensommer zusammengestellt.

 
Maibeeren

Der Beerenkalender startet Ende Mai bis Anfang Juni mit den Maibeeren (Lonicera kamtschatica). Die robusten Sträucher werden ein bis zwei Meter hoch. Die Sorten unterscheiden sich in Wuchs und Fruchtgröße. Empfehlenswert sind die Sorten ´Maiengruß´, ´Morena´, ´Eisbär´ oder ´Fialka´ mit großen Früchten. Denken Sie rechtzeitig daran, die Sträucher mit einem blauen Schutznetz abzudecken, sonst ernten die Vögel schneller als Sie. Kaufen Sie immer zwei verschiedene Sorten, dann ist die Befruchtung gesichert.

 
Erdbeeren

Mit den Maibeeren werden die ersten Erdbeeren reif. Die kurze Erdbeersaison lässt sich mit remontierenden Erdbeeren verlängern, denn sie bilden den ganzen Sommer Früchte. Erdbeersorten wie ´Sweet Marathon´, ´Ostara´ und ´Elan´ sind ertragreich ohne Pause. In den Gartenmärkten werden sie häufig als Ampelerdbeeren angeboten. Die historische Sorte ´Mara de Bois´ besitzt Früchte in Naschgröße mit gutem Aroma.

 

Johannisbeeren und Felsenbirne

Ab Ende Juni ist Johannisbeerzeit. Wenn Sie es süß mögen, dann wählen Sie weiße Johannisbeeren. Bei roten Sorten empfehlen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie ´Rovada´ und ´Rodon´. Sie reifen langsam und können lange am Strauch bleiben.
Zur gleichen Zeit fruchtet die Felsenbirne (Amelanchier lamarkii). Die Sorten ´Ballerina´ und ´Prince William´ bilden Früchte in Kulturheidelbeergröße. Die Felsenbirne reift nicht gleichmäßig und muss alle drei bis vier Tage durchgepflückt werden. Finden Vögel in dieser Zeit wenig Nahrung, dann stürzen sie sich auf die unreifen Felsenbirnenfrüchte. Denken Sie also rechtzeitig an ein Schutznetz.

 


Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren

 

Mit der richtigen Sortenzusammenstellung dauert die Heidelbeerernte von Juni bis August. Mit ´Duke´ (früh), ´Bluecrop´ (Mittel) bis ´Elisabeth´ (spät) wird es ein pausenloser Heidelbeersommer. Heidelbeeren brauchen einen sauren Boden. Meist ist der gewachsene Boden nicht geeignet. Füllen Sie deshalb Mörtelkübel mit einem Fassungsvermögen von etwa 30 l mit Rhododendronsubstrat. Vergessen Sie die Abzugslöcher nicht.
Der Himbeersommer beginnt mit ´Elida´ Ende Juni, gefolgt von ´Meeker´, ´Glen Ample´ und ´Tulameen´. Sommertragende Himbeeren sind nicht problemlos. Die Maden des Himbeerkäfers und die Rutenkrankheit können den Ernteerfolg trüben. Robuste Sorten, wie ´Rubaca´ sind deshalb gefragt. Herbsttragende Himbeersorten haben diese Probleme nicht und sind selbst für den Gartenneuling leicht zu pflegen. Ab August bis in den Oktober bilden ´Autumn Bliss´, ´Himbotop´, ´Sugana´ und ´Polka´ Früchte.
Brombeeren läuten den Spätsommer ein. Die ausladenden Sträucher brauchen Platz. Am besten ziehen Sie die Pflanzen an einem Spalier. Die Sorten ´Navaho´, ´Asterina´ und ´Triple Crown´ sind dornenlos und schmecken hervorragend.

Mehr Informationen rund um den Haus- und Kleingarten finden Sie bei der Bayerischen Gartenakademie.